Mehr Geld für Pflegekräfte ist möglichPolitik und Kassen müssen mitziehen

Erfurt (ots) – Während eines Treffens mit der thüringischen Sozialministerin Heike Werner machte die Vorsitzende des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) Margit Benkenstein deutlich, dass neben der Steigerung des Mindestlohns für Pflegehilfskräfte seit dem 1. Januar 2018 weitere Lohnzuwächse möglich und nötig sind. Im November hatte der bpa den Startschuss für einheitliche Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) gegeben. „Der bpa hat seine Hausaufgaben gemacht: Durch die Einführung der AVR gibt es ein transparentes Vergütungssystem, das analog zu den Tarifverträgen gestaltet ist. Dadurch können bereits die Einstiegsgehälter für Fachkräfte in unseren rund 220 Mitgliedseinrichtungen auf 2.400 Euro steigen; allerdings nur, wenn sowohl die Kranken- und Pflegekassen als auch die Sozialhilfeträger mitziehen“, so Margit Benkenstein, die aufseiten der Kostenträger und der Politik mangelnde Entschlossenheit bei der Einführung der höheren Entgelte bemängelt. „Wir haben geliefert und vernehmen seit Wochen nichts als Zaudern und Zögern“, kritisiert die bpa-Vorsitzende und fügt hinzu: „Auch die Verantwortlichen in der Politik müssen nun der Öffentlichkeit vermitteln, dass höhere Löhne in der Pflege auch zu einer höheren finanziellen Belastung für die pflegebedürftigen Menschen führen. Pflege wird spürbar teurer.“

Am 1. Januar 2018 ist der Mindeststundenlohn für Pflegehilfskräfte in Thüringen um 5,8 Prozent gestiegen. Mit 10,05 Euro liegt er deutlich über dem allgemeinen Mindestlohn von 8,84 Euro. Allerdings verdienen schon jetzt viele Hilfskräfte in der Pflege in Thüringen mehr; für Fachkräfte gilt das ohnehin.

In Thüringen hat sich die Pflege mehr als jede andere Branche als beständiger Jobmotor erwiesen. Allein in den vergangenen gut zehn Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten von 15.000 auf über 30.000 mehr als verdoppelt.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 220 in Thüringen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Thomas Engemann, bpa-Landesbeauftragter, Tel.:
0361/653 86 88, www.bpa.de

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Mehr Geld für Pflegekräfte ist möglich
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GW Pharmaceuticals reicht europäischen Antrag auf Marktzulassung für Epidiolex® (Cannabidiol) zur Behandlung von Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom ein

London und Carlsbad, Kalifornien (ots/PRNewswire) – GW Pharmaceuticals plc (Nasdaq: GWPH, „GW“ oder „das Unternehmen“), ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von neuartigen Therapeutika auf Basis seiner proprietären Plattform von Cannabinoid-Produkten konzentriert, hat heute bekanntgegeben, dass es bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) einen Antrag auf Marktzulassung (MAA) für Epidiolex® (Cannabidiol oder CBD) als Ergänzungstherapie bei Anfällen in Verbindung mit Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) und Dravet-Syndrom eingereicht hat, zwei sehr therapieresistente Formen der Epilepsie-Erkrankung, die sich erstmalig im Kindesalter zeigen. Von der EM hat GW den Orphan Drug-Status für Epidiolex zur Behandlung von LGS, Dravet-Syndrom und zuletzt West-Syndrom und tuberöser Sklerose erhalten. Im Oktober 2017 finalisierte GW seinen NDA-Antrag für Epidiolex bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), ebenfalls für Anfälle in Verbindung mit LGS und Dravet-Syndrom. Die FDA hat diesen NDA-Antrag zur vorrangigen Prüfung akzeptiert.

„Dieser MAA-Antrag ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Epidiolex-Programm und ein wichtiger nächster Schritt, um Patienten auf der ganzen Welt Zugang zu diesem potenziellen neuen Therapieansatz zu verschaffen“, sagte Justin Gover, CEO von GW Pharmaceuticals. „GW sieht sich in der Pflicht, Epidiolex für Patienten in Europa verfügbar zu machen, für die das Leben mit LGS und Dravet-Syndrom eine große Belastung darstellt, beides sehr therapieresistente und verheerende Leiden. Wir sind dabei, in Vorbereitung auf die Zulassung und Markteinführung eine kommerzielle Infrastruktur in Europa aufzubauen.“

Der MAA-Antrag für Epidiolex stützt sich auf Daten aus drei Phase-III-Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit. Beide haben ihren primären Endpunkt erreicht. Epidiolex war in diesen Prüfungen allgemein gut verträglich. Der MAA-Antrag umfasst Sicherheitsdaten zu ungefähr 1.500 Patienten, von denen ca. 400 seit über einem Jahr kontinuierlich behandelt werden. Ungefähr 26 % der Epidiolex-Patienten aus der Phase-III-Schlüsselstudie stammten von europäischen Prüfzentren. Neben Schlüsseldaten zur Sicherheit und Wirksamkeit beinhaltet der MAA-Antrag umfangreiche präklinische Daten sowie Daten zu Toxikologie und klinischer Pharmakologie.

Informationen zum Lennox-Gastaut-Syndrom

LGS tritt typischerweise erstmalig im Alter zwischen 3 und 5 Jahren auf. Es kann durch verschiedenen Gesundheitsprobleme verursacht werden, darunter Fehlbildungen des Gehirns, schwere Kopfverletzungen, Infektionen des zentralen Nervensystems und neurodegenerative oder metabolische Störungen. Bei bis zu 30 Prozent der Patienten bleibt die Ursache unentdeckt. Patienten mit LGS leiden in der Regel an verschiedenen Anfallsarten, beispielsweise Sturz- und Krampfanfälle (die häufig zu Stürzen und Verletzungen führen) und krampflose (nicht-konvulsive) Anfälle. Patienten mit LGS weisen häufig eine Therapieresistenz gegenüber Antiepileptika (AED) auf. Bei den meisten Kindern, die an LGS leiden, kommt es zu mehr oder weniger ausgeprägten intellektuellen Beeinträchtigungen sowie Entwicklungsstörungen und anomalen Verhaltensweisen.

Informationen zum Dravet-Syndrom

Das Dravet-Syndrom ist eine schwere und sehr therapieresistente epileptische Enzephalopathie des frühen Kindesalters, die häufig mit genetischen Mutationen des Natriumkanals SCN1A assoziiert ist. Typischerweise tritt das Dravet-Syndrom erstmalig während des ersten Lebensjahres in zuvor gesunden und entwicklungsmäßig normalen Säuglingen auf. Anfänglich stehen die Krämpfe mit der Körpertemperatur in Verbindung und sind schwerwiegend und langanhaltend. Bei Patienten mit Dravet-Syndrom treten mit der Zeit häufig unterschiedliche Anfallsarten auf, darunter tonisch-klonische Anfälle, myoklonische Anfälle und atypische Absencen. Es besteht häufig eine Neigung zu prolongierten Krampfanfällen, einschließlich des sogenannten Status epilepticus, ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand. Für Menschen, die unter dem Dravet-Syndrom leiden, besteht ein erhöhtes Risiko, plötzlich und unerwartet zu sterben, einschließlich SUDEP, ein plötzlich auftretender, ungeklärter Tod bei Epilepsie. Darüber hinaus kommt es bei der Mehrheit der Betroffenen zu moderaten bis schweren intellektuellen Behinderungen und Entwicklungsstörungen, die lebenslange Betreuung und Pflege erforderlich machen. Es gibt derzeit keine von der FDA zugelassenen Therapien, und nahezu alle der Patienten leiden während ihres ganzen Lebens an unkontrollierten Krampfanfällen und benötigen weitere medizinische Hilfe.

Informationen zu Epidiolex® (Cannabidiol)

Epidiolex, GWs führender Cannabinoid-Produktkandidat, ist eine pharmazeutische Formulierung aus aufbereitetem Cannabidiol (CBD), der sich in der Entwicklung für die Behandlung einer Reihe von seltenen Epilepsie-Erkrankungen befindet, die sich erstmalig im Kindesalter zeigen. GW hat bei der US-amerikanischen FDA einen NDA-Antrag für Epidiolex als Ergänzungstherapie bei Anfallsleiden in Verbindung mit LGS und Dravet-Syndrom eingereicht. Zulassung und Markteinführung werden in 2018 erwartet. GW verfügt bereits über den von der FDA erteilten Orphan Drug-Status für Epidiolex für die Behandlung des Dravet-Syndroms, des Lennox-Gastaut-Syndroms (LGS), der tuberösen Sklerose (TSC) und infantiler Spasmen (IS). Zusätzlich dazu hat GW von der FDA den Fast Track-Status zur Behandlung des Dravet-Syndroms und den bedingten Status für seltene pädiatrische Erkrankungen erhalten. Von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) hat das Unternehmen den Orphan Drug-Status für Epidiolex zur Behandlung von LGS, Dravet-Syndrom, West-Syndrom und TSC erhalten. GW prüft derzeit weitere klinische Entwicklungsprogramme für andere seltene Anfallsleiden, darunter Phase-III-Studien zu tuberöser Sklerose (TSC) und infantilen Spasmen.

Informationen zu GW Pharmaceuticals plc und Greenwich Biosciences

Das 1998 gegründete GW ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von neuartigen Therapeutika auf Basis seiner proprietären Plattform von Cannabinoid-Produkten für ein breites Spektrum von Krankheitsfeldern konzentriert. GW treibt gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft Greenwich Biosciences ein Orphan Drug-Programm voran, das sich der kindlichen Epilepsie widmet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Epidiolex (Cannabidiol), für das GW bei der FDA einen NDA-Antrag als Ergänzungstherapie von LGS und Dravet-Syndrom eingereicht hat. Das Unternehmen prüft Epidiolex bei weiteren Epilepsieindikationen und führt derzeit klinische Prüfungen in Zusammenhang mit tuberöser Sklerose (TSC) und infantilen Spasmen durch. GW hat Sativex® (Nabiximols) kommerzialisiert, das weltweit erste verschreibungspflichtige Medikament auf pflanzlicher Cannabinoid-Basis, das für die Behandlung von Spastik aufgrund von multipler Sklerose in verschiedenen Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten zugelassen ist. Das Unternehmen verfügt über eine fundierte Pipeline mit weiteren Cannabinoid-Produktkandidaten, darunter Wirkstoffe, die in Phase-I- und II-Studien für Glioblastom, Schizophrenie und Epilepsie untersucht werden. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.gwpharm.com

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die die gegenwärtigen Erwartungen von GW über zukünftige Ereignisse widerspiegeln, einschließlich Aussagen über die finanzielle Leistungsfähigkeit, die zeitliche Planung von klinischen Studien, die zeitliche Planung und die Ergebnisse von regulatorischen Entscheidungen oder Entscheidungen hinsichtlich des geistigen Eigentums, die Relevanz der im Handel erhältlichen und in der Entwicklung befindlichen GW-Produkte, den klinischen Nutzen von Epidiolex® (Cannabidiol) sowie das Sicherheitsprofil und kommerzielle Potenzial von Epidiolex. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten Risiken und Unwägbarkeiten. Tatsächliche Ereignisse können erheblich von den hier getätigten Vorhersagen abweichen und hängen von einer Reihe von Faktoren ab, einschließlich (unter anderem) des Erfolgs der Forschungsstrategien von GW, der Anwendbarkeit der damit einhergehenden Entdeckungen, des erfolgreichen und rechtzeitigen Abschlusses und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem regulatorischen Prozess sowie der Akzeptanz von Sativex, Epidiolex und anderen Produkten durch die Verbraucher und die medizinische Fachwelt. Eine weitere Aufstellung und Beschreibung der Risiken und Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit einer Investition in GW finden Sie in den Einreichungen von GW bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde, einschließlich des letzten Formulars 20-F, eingereicht am 4. Dezember 2017. Bestehende und potenzielle Anleger werden ausdrücklich davor gewarnt, sich vorbehaltlos auf diese zukunftsgerichteten Aussagen zu verlassen, da sie nur zum Datum dieser Mitteilung Gültigkeit haben. GW verpflichtet sich nicht, die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen zu aktualisieren oder zu überarbeiten, sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder Umstände oder aus anderen Gründen.

Anfragen richten Sie bitte an:



GW Pharmaceuticals plc

Stephen Schultz, VP Investor Relations (USA)

917-280-2424 / 401-500-6570    


Medienanfragen EU:

FTI

Michael Trace

+44(0)20-3319-5674

   


Medienanfragen USA:

Sam Brown Inc. Healthcare Communications

Christy Curran

615-414-8668



Mike Beyer

312-961-2502 

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GW Pharmaceuticals reicht europäischen Antrag auf Marktzulassung für Epidiolex® (Cannabidiol) zur Behandlung von Lennox-Gastaut-Syndrom und Dravet-Syndrom ein gründung GmbH

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Markus Söder: Kein Rechtsruck, aber „es reicht nicht, sich nur in der Mitte zu tummeln“

Bonn (ots) – Der designierte Spitzenkandidat der bayerischen CSU für die Landtagswahl im Herbst 2018, Markus Söder, hat deutlich gemacht, dass sich seine Partei künftig verstärkt darum kümmern wolle, frühere CSU-Wähler wieder zu begeistern. „Es reicht nicht, sich nur in der Mitte zu tummeln. Es kommt darauf an, Stammwähler zurückzugewinnen: Vertriebene, Mittelständler, Patrioten und Konservative, also Menschen, die an einen starken Rechtsstaat glauben“, äußerte sich Söder im Fernsehsender phoenix (Freitag, 15. Dezember). Dabei werde man sich jedoch nicht an einer Partei wie der AfD orientieren. „Wir brauchen keinen neuen Rechtsruck, sondern die Rückkehr zu alter Glaubwürdigkeit“, so der bayerische Finanzminister am Rande des CSU-Parteitags in Nürnberg weiter. Notwendig sei etwa eine klare Haltung in der Flüchtlings- und Zuwanderungsfrage. Er könne nicht nachvollziehen, dass man diejenigen, die keinen positiven Asylbescheid erhalten hätten, nicht in ihr Heimatland zurückführen könne.

Versöhnliche Töne nach den Personalstreitereien der Vergangenheit schlugen sowohl Söder als auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer an. Söder sprach von einer „Verantwortungsgemeinschaft“, Seehofer wies im phoenix-Interview darauf hin, dass man künftig Schulter an Schulter marschiere. „Wir werden die Medien nicht sehr unterhalten“, so der CSU-Chef.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hoffte im Fernsehsender phoenix, dass die Auseinandersetzungen innerhalb seiner Partei der Vergangenheit angehörten. „Ich gehe davon aus, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben.“ Auch er selbst habe mit dem Gedanken an eine Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten gespielt. „Es haben mich viele Parteifreunde ermuntert, anzutreten, es war aber absehbar, dass das nicht die Mehrheit in der Landtagsfraktion war.“ Deshalb habe er eine Entscheidung getroffen, nicht neue Gräben aufzureißen, sondern Brücken zu bauen und Markus Söder zu unterstützen.

Pressekontakt:

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Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
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„BERLIN PARIS TERROR“: Neues 360-Grad-VR-Projekt des WDR

Köln (ots)

Wie verändert Terror das Leben von Betroffenen? Und wie reagieren 
Menschen, die sich unmittelbar im Geschehen eines Anschlags 
wiederfinden? Diesen Fragen geht der WDR mit einer neuartigen 
Erzählform auf den Grund: Im Mittelpunkt des 
360-Grad-Virtual-Reality-Projekts "BERLIN PARIS TERROR" stehen die 
Empfindungen der unmittelbar betroffenen Menschen. Ziel des 
erzählerisch und technisch innovativen Projektes ist es, angesichts 
der gegenwärtigen Konfrontation mit Terroranschlägen mit neuen 
journalistischen Vermittlungsformen das Unbegreifbare greifbarer zu 
machen. Projektleiter Maik Bialk und sein Team möchten dazu 
beitragen, dass die Opfer der Anschläge nicht in Vergessenheit 
geraten: "Es ist unsere journalistische Aufgabe, Möglichkeiten zu 
bieten, die Erlebnisse wirklich nachzuvollziehen und daran Anteil zu 
nehmen."

"BERLIN PARIS TERROR" erzählt beispielhaft zwei Geschichten aus der 
langen Reihe von Terroranschlägen, die die Welt erschüttert haben: 
Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 wird 
aus der Perspektive von drei Ersthelfern erzählt, der terroristische 
Überfall mit Geiselnahme auf einen koscheren Supermarkt in Paris im 
Januar 2015 aus der Sicht dreier Geiseln. Der WDR setzt neben den 
dokumentarischen Schilderungen von Zeugen und Opfer vor allem auf den
Einsatz von gezeichneten 360-Grad-Animationen, die die Empfindungen 
journalistisch und künstlerisch übersetzen sollen. Der inhaltliche 
Schwerpunkt des Projektes liegt dabei auf dem Thema Mitmenschlichkeit
und Hilfsbereitschaft, als eine Möglichkeit, wie die Gesellschaft den
Herausforderungen des Terrors begegnen kann.  

Interviews mit Zeugen, Tagebuchaufzeichnungen von Beteiligten und die
Beratung durch einen Trauma-Therapeuten halfen dem WDR-Team aus 
Autoren, Zeichnern und Sounddesignern, zu begreifen, was Betroffene 
in solchen Ausnahmesituationen empfinden. Das VR-Projekt kombiniert 
reale Bilder mit animierten. "Wir wollen eindringlich sein aber nicht
verschrecken", beschreibt Projektleiter Maik Bialk die erzählerische 
Gratwanderung. "Ganz bewusst haben wir dabei auf verstörende 
Handy-Videos von Augenzeugen verzichtet."

Der erste Teil (Berlin) geht am 19.12.2017, dem Jahrestag des 
Anschlags am Berliner Breitscheidplatz auf berlinterror.wdr.de 
online. Der zweite Teil (Paris) folgt am 9. Januar unter 
paristerror.wdr.de. Beide Teile werden im WDR Youtube-Channel sowie 
auf der Tageschau-Facebookseite veröffentlicht. "BERLIN PARIS TERROR"
funktioniert online am Computer oder Smartphone. Plastischer wirkt 
das bewegende Projekt mit VR-Brille und Kopfhörer, wenn Bilder und 
Töne im 360-Grad-Raum erscheinen.

Der WDR hat in den letzten Monaten bereits mehrere große 
journalistische VR-Projekte veröffentlicht. So gewann  in diesem Jahr
"360 Grad Kölner Dom" den Grimme-Online-Award 2017, "Inside 
Auschwitz" erhielt in diesem Jahre den Webvideopreis Deutschland und 
war ebenfalls für den Grimme-Online-Award nominiert. WDR-Intendant 
Tom Buhrow fördert "BERLIN PARIS TERROR" aus einem Sonderetat für 
innovative Online-Angebote. 

Link zu "Berlin Terror" im WDR-Youtube-Channel: 
https://youtu.be/kzPVywVFMZA

Fotos finden Sie unter ard-foto.de. 

Besuchen Sie auch die WDR Presselounge: presse.WDR.de
Twitter.com/wdr_presse
 

Pressekontakt:

Stefanie Schneck/Kathrin Hof
WDR Presse und Information
Telefon 0221 220 7126
kathrin.hof@wdr.de
stefanie.schneck@wdr.de

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„BERLIN PARIS TERROR“: Neues 360-Grad-VR-Projekt des WDR gmbh kaufen mit arbeitnehmerüberlassung

Sicherheitsvergleich: Bahn weit vor Auto und BusTodesrisiko von Pkw-Insassen 53-mal höher als für Zugreisende

Berlin (ots) – Die Eisenbahn ist laut Verkehrsträgervergleich von Allianz pro Schiene und ACV Automobil-Club Verkehr das sicherste Verkehrsmittel für die Alltagsmobilität. Nach der jüngsten Aufstellung der beiden Verbände war im deutschen Zehnjahresschnitt von 2007 bis 2016 das Todesrisiko für Insassen eines Pkw 53-mal höher als für Bahnreisende.

Beim Verletzungsrisiko ist die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken bei jeder Autofahrt gut 125-mal höher als bei einer Bahnfahrt. Auch der Bus liegt beim Reiserisiko klar vor dem Pkw, während im direkten Vergleich Bus und Bahn die Eisenbahn besser abschneidet: Das Todesrisiko für Busreisende ist viermal höher als für Bahnreisende, das Verletzungsrisiko im Bus liegt 41-mal über dem der Bahn. „Für die Alltagsmobilität ist die Eisenbahn das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem ACV am Mittwoch in Berlin.

EU-Vergleich: Eisenbahn in Deutschland besser als europäischer Durchschnitt

Auch im EU-Vergleich behauptet die Eisenbahn ihren Sicherheitsvorteil: Nirgendwo in Europa ist Autofahren sicherer als Bahnfahren. Deutschland liegt bei der Verkehrssicherheit sowohl bei der Eisenbahn als auch beim Autoverkehr auf den guten vorderen Plätzen. Im mehrjährigen EU-Durchschnitt von 2005 bis 2015 starben 3,3 Pkw-Insassen pro Milliarde Personenkilometer, in Deutschland waren es 2,4 getötete Autofahrer. Demgegenüber standen europaweit 0,13 getötete Bahnreisende. Mit 0,03 Toten pro Milliarde Personenkilometer war die Eisenbahn in Deutschland im Schnitt von 2005 bis 2015 deutlich besser als der europäische Durchschnitt.

„In allen europäischen Ländern ist Bahnfahren sicherer als Autofahren“, sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. Am gefährlichsten leben Autofahrer im Osten Europas: in Rumänien (durchschnittlich 12,7 Tote), Lettland (9,4) oder Polen (9,1) sind pro Milliarde Personenkilometer die meisten Todesopfer unter den Autoinsassen zu beklagen.

„Die Vision Zero in der Verkehrssicherheit ist überhaupt nur zu erreichen, wenn die Politik dieses Ziel verkehrsträgerübergreifend denkt“, sagte Flege. „Insgesamt muss man sagen: Verkehr ist desto sicherer, je mehr der Anteil des öffentlichen Verkehrs wächst.“

Straßenverkehrsopfer: Zahlen stagnieren, neue Ideen müssen her

Horst Metzler, Geschäftsführer des ACV rechnete vor, dass die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr seit rund fünf Jahren stagniere. „In Deutschland beklagen wir 3.206 Todesopfer im Jahr 2016 und schätzungsweise 3.170 Tote in 2017.

Außerdem beobachten wir eine steigende Zahl von Verletzten und Schwerverletzten, die mit 396.666 Opfern in 2016 erschreckend hoch war. 25.600 Tote hat der Straßenverkehr in Europa im Jahr 2016 insgesamt gefordert. Das ist alles kein Grund, sich auf dem erreichten Niveau auszuruhen“, sagte Metzler. „Der Straßenverkehr in der EU löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus.“ Das selbstgesetzte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 ein Minus von 40 Prozent bei der Zahl der Verkehrstoten zu erreichen „liegt meilenweit entfernt“, sagte Metzler.

„Dabei lässt die Stagnation der Opferzahlen nur einen Schluss zu: Der gewohnte Minderungsfortschritt der vergangenen Jahrzehnte ist ausgeschöpft. Wir müssen im Straßenverkehr zusätzliche Anstrengungen unternehmen und zielgruppenspezifische Maßnahmen auflegen, damit die Vision Zero nicht völlig ihre Glaubwürdigkeit verliert.“

Radfahrer brauchen mehr Schutz

Der ACV-Geschäftsführer verlangte ein besonderes Augenmerk der Politik für die Belange von Radfahrern. „Fast jeden Tag wird in Deutschland ein Radfahrer getötet. Weil der Absatzmarkt für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes rasant wächst, steigt der Druck auf die Politik“, sagte Metzler. „Wir brauchen dringend sichere Radwege, die den Ansturm in mittelgroßen und großen Städten aufnehmen können.“

Um mehr Menschen einen sicheren Umstieg auf das Fahrrad zu ermöglichen und im Metropolenverkehr das Auto zu ersetzen, „sind Radschnellwege hier das Mittel der Wahl. Deshalb brauchen wir die finanziellen Mittel für die Planung und den Bau großzügiger Schnellradwege sehr bald.“

Pressekontakt:

Annabel Brückmann,
Pressesprecherin
ACV Automobil-Club Verkehr,
Theodor-Heuss-Ring 19-21, 50668 Köln
brueckmann@acv.de
Tel. 0221 – 91 26 91 58
Fax: 0221 – 91 26 91 26

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Florian Haller ist Agenturmanager des Jahres

Hamburg (ots) – Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe, wurde von der Redaktion des Magazins ’new business‘ zum Agenturmanager des Jahres 2017 gewählt. Haller fungiert seit 2002 als Hauptgeschäftsführer der Agenturgruppe mit Zentrale in München. Seitdem hat er deren Größe im In- und Ausland nicht nur um ein Vielfaches vergrößert, sondern auch entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. An den deutschen Standorten wie München, Hamburg und Berlin wird aufgrund der Partnerstruktur konsequent kollaborativ gearbeitet. Das ist ein wichtiges Asset für die Auftraggeber, die werbungtreibenden Unternehmen. Denn deren Kommunikation wird stets fragmentierter und erfordert deshalb immer mehr Spezialisten in Agenturen, die an einem Strang ziehen müssen.

Florian Haller sagt: „Uns differenziert von anderen Agenturen unsere Partnerstruktur. An der Spitze jeder GmbH steht mindestens eine Person, die an der Agentur substanziell beteiligt ist. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil, denn so haben wir spürbar weniger Fluktuation und mehr Feuer und Begeisterung für die Sache. Dank unserer Struktur entsteht auch ein hohes Maß an Parallelität der Interessen im Führungsteam, weil Menschen mit Anteilen an der Firma gemeinsam über die richtige Strategie reden und nicht etwa über die Höhe des Bonus.“

Die Serviceplan Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 (bis 30.6.) mit 3.400 Mitarbeitern einen Gesamt-Honorarumsatz von 388 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Haller (vorsichtig geschätzt) ein Plus von 6 %.

Mehr zu der Manager-Wahl finden Sie auf der Website www.new-business.de

Pressekontakt:

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Reiner Kepler
Telefon: 0175 – 1613009 oder 040-60900972
kepler@new-business.de

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HPI-Direktor begrüßt Forderung des Deutschen Ethikrats nach Datensouveränität

Potsdam (ots) – Professor Christoph Meinel, Direktor des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), begrüßt die Forderungen des Deutschen Ethikrates nach Datensouveränität in Bezug auf Big-Data-Anwendungen. „Jeder Bürger sollte Herr seiner Gesundheitsdaten sein und frei entscheiden können, wer diese einsehen und nutzen darf“, so der Informatikwissenschaftler.

Insbesondere unterstützt Meinel, dass der Datengeber nun in den Mittelpunkt gerückt werde: „Datensouveränität ernst zu nehmen bedeutet, jeden Bürger in die Lage zu versetzen, selbst zu entscheiden, welche Daten er wem freigeben möchte – und dass er diese Freigabe auch wieder entziehen kann.“

Das Hasso-Plattner-Institut entwickelt mit der Gesundheitscloud derzeit die erste patientenzentrierte Plattform für Gesundheitsdaten, die von einer Non-Profit-Organisation betrieben wird. Die Gesundheitscloud ermöglicht Nutzern, sensible Gesundheitsdaten auf einer sicheren Plattform zu speichern und für autorisierte Personen und Anwendungen freizugeben. Per „Datenspendeausweis“ können Patienten darüber hinaus ihre Gesundheitsdaten anonym spenden und so der medizinischen Forschung neue Impulse geben.

Für sensible Gesundheitsdaten müssen Meinel zufolge höchste Sicherheitsstandards gelten – eine 100-prozentige Sicherheit gebe es aber für keinen Akteur der digitalen Welt: „Wir müssen daher ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es je nach Vertraulichkeit des Anwendungsfalls ein unterschiedliches Niveau von ‚ausreichend sicher‘ geben wird: Der Twitter-Account ist schließlich auch nicht im gleichen Maße geschützt wie der Zugang zum Online-Banking“, erklärt Meinel. Mit Blick auf die äußerst dynamische Entwicklung im Digital-Health-Bereich und die immensen Potentiale von Big Data für die Gesundheitsversorgung benötige Deutschland dem Potsdamer Informatiker zufolge dringend ein neues Datenschutzkonzept.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des HPI ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:

presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Felicia Flemming, Tel. 0331 5509-174, felicia.flemming@hpi.de

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Studienfinanzierung: Was Studenten beim Nebenjob beachten müssen

Frankfurt (ots) – Über die Hälfte der Studenten jobbt neben dem Studium, 81 Prozent von ihnen sagen, dass sie auf den Job absolut angewiesen sind. Das hat die auf Studienfinanzierung spezialisierte Deutsche Bildung in ihrem CampusBarometer ermittelt, an dem über 6.000 Studenten teilgenommen haben. Fast die Hälfte der Befragten würde das Pensum am liebsten reduzieren, bei fast einem Viertel wirkt sich der Nebenjob negativ auf den Studienfortschritt aus. 8 Stunden pro Woche halten Studenten für gut machbar. Die tatsächliche Arbeitszeit liegt mit 11 Stunden pro Woche 37 Prozent über diesem Pensum.

Bei den extrem gestiegenen Lebenshaltungskosten in den Unistädten 
bleibt oft keine andere Wahl, als den Nebenjob als eine von mehreren 
Finanzierungsquellen zu nutzen. Das sollten Studenten dabei beachten:
- Möglich ist ein normaler 450-Euro-Job, bei dem auch der Bafögsatz 
unberührt bleibt und keine Beiträge abgezogen werden. 
- Als sogenannte Werkstudenten können Studenten bei Unternehmen oder 
als studentische Hilfskräfte an Hochschulen und Forschungsinstituten 
eingestellt werden. Hier dürfen bis zu 20 Stunden in der Woche 
gearbeitet werden, wobei dann auch die monatliche Rentenversicherung 
abgezogen wird. 
- Als Werkstudenten können die Nebenjobber auch in den Semesterferien
arbeiten, hier dann sogar Vollzeit. Es darf allerdings nicht mehr als
26 Wochen im Jahr mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet werden. 
- Möglich ist auch, eine Werkstudententätigkeit mit einem 
450-Euro-Job zu kombinieren. Auch hier gilt aber die Grenze von 
maximal 20 Stunden pro Woche, um bei der Sozialversicherung weiterhin
als Student zu gelten und von den Beiträgen befreit zu bleiben. 

„Nebenjobs können je nach Aufgabengebiet wertvolle Praxiserfahrungen liefern, sollten aber immer nur ein Baustein in der Studienfinanzierung bleiben“, sagt Anja Hofmann von der Deutschen Bildung. Richtschnur sei, dass der Erfolg des Studiums nicht gefährdet wird.

Pressekontakt:

Deutsche Bildung AG
Stefanie Müller
Telefon 069 / 920 39 45 18
stefanie.mueller@deutsche-bildung.de
www.deutsche-bildung.de/presse

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Studienfinanzierung: Was Studenten beim Nebenjob beachten müssen gmbh eigene anteile kaufen

Im neuen „stern“: Diese Autoversicherer knausern im Schadensfall

Hamburg (ots) – Die Regulierung von KfZ-Haftpflichtschäden hat sich nach der Beobachtung von Verkehrsanwälten in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Besonders der Marktführer HUK-Coburg falle negativ auf. Das hat eine Forsa-Umfrage ergeben, über die der „stern“ in seiner am Donnerstag erscheinenden neuen Ausgabe berichtet.

72 Prozent der 1072 befragten Anwälte sagen, dass sich in den letzten fünf Jahren das Regulierungsverhalten verschlechtert habe, für 52 Prozent sogar deutlich, lediglich vier Prozent erkennen Verbesserungen. Vor allem die Bearbeitungszeiten haben sich offenbar deutlich verlängert. Außerdem wird der Einsatz von Verzögerungstaktiken kritisiert sowie die immer häufigere, meist unberechtigt erscheinende Kürzung bzw. Zurückweisung von Leistungen.

Bei offener Abfrage benennen die Anwälte als Problemversicherer Nummer Eins spontan die HUK-Coburg, gefolgt von der Allianz und der VHV. Bei der Interpretation ist zu berücksichtigen, dass diese Unternehmen eine sehr große Zahl von Versicherungsverträgen haben und es dementsprechend ein höheres Potenzial für Streitfälle gibt. Doch die Forsa-Studie zeigt in einer Vielzahl von Frage-Komplexen ein deutliches Gefälle zwischen den Unternehmen.

Bei der Bewertung der 20 umsatzstärksten Versicherungsunternehmen sagen 68 Prozent der Verkehrsanwälte, dass es bei der HUK Coburg „häufig“ Probleme bei der Regulierung von Haftpflichtschäden gebe. Dahinter folgen die VHV (46 Prozent) und die Allianz (44 Prozent). Die wenigste Kritik gibt es an der Gothaer, bei der lediglich neun Prozent von häufigen Problemen berichten. In der Kategorie Bearbeitungszeiten schneidet die Allianz am schlechtesten ab. 50 Prozent der befragten Anwälte sagen, dass es bei ihr häufig zu unangemessen langen Bearbeitungszeiten komme. Dahinter folgen die HUK-Coburg (36 Prozent) und die VHV (33 Prozent).

Allianz und VHV wollten sich gegenüber dem „stern“ nicht äußern. Die HUK-Coburg, Marktführer mit mehr als elf Millionen Verträgen, wehrt sich gegen die Kritik der Anwälte. „Unsere Kunden beschweren sich seltener als marktüblich, und wir führen seltener Prozesse mit Kunden oder Anspruchstellern“, so Holger Brendel von der Unternehmenskommunikation des Versicherers gegenüber dem „stern“. Der Gesamtverband der Versicherungen kritisiert, dass sich die Erfahrungen der Anwälte nur auf unzufriedene Kunden stütze. Dem widerspricht Jörg Elsner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein, der die Umfrage in Auftrag gegeben hat: „Der Geschädigte kann nicht darauf vertrauen, dass ihm freiwillig das gezahlt wird, was ihm zusteht.“ Bei den Versicherern würde die Schadensregulierung heute nicht nach juristischen, sondern nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt. „Unsere regelmäßigen Umfragen zeigen, welche Versicherer hier besonders auffallen.“

Datenbasis: Das Forsa-Institut hat vom 6. Oktober bis 3. November 2017 insgesamt 1072 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein mithilfe eines Online-Fragebogens befragt.

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Pressekontakt:

Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,
Telefon 040/3703 2468, E-Mail: gruengreiff.sabine@guj.de

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Im neuen „stern“: Diese Autoversicherer knausern im Schadensfall schauen & kaufen gmbh norderstedt